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Programm / Literatur im Künstlerhaus / 4/15


Donnerstag, 30.04.2015, 19.30 Uhr // Literaturhaus Hannover
Klartext

Ingo Fietze
"Über guten und schlechten Schlaf"

Moderation: Ulrich Kühn

"Was die Leistungsgesellschaft mit unserem Schlaf macht, ist bedenklich!"

Abends angenehm müde ins Bett fallen, die Nacht durchschlafen und am nächsten Morgen erholt und völlig ausgeruht wach werden. So sollte die nächtliche Schlafpause im Idealfall sein, damit sie sich positiv auf das Gedächtnis, das Wachstum, das Gehirn und das Immunsystem auswirkt. Doch die Realität sieht bei jedem Dritten ganz anders aus: Stundenlanges Wälzen im Bett, Wachwerden mitten in der Nacht, ständige Müdigkeit am Tag, Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus, lautes Zähneknirschen, Schlafapnoe oder "Restless legs". Während die Symptome vielfältig sind, eint sie doch, dass sie auf Dauer zu ernstzunehmenden Gesundheitsproblemen führen können und für die Betroffenen eine Qual sind.

Ist Schlaflosigkeit Teil unseres Leistungssystems? Tatsächlich wirkt sich vor allem der allgegenwärtige Leistungsdruck in Schulen, Universitäten und im Berufsalltag ungemein auf die Schlafqualität aus, wie neuere Studien zeigen.

Der Besuch beim Schlafmediziner ist für viele Patienten nach einer langen Odyssee durch die Arztpraxen die letzte Hoffnung. Und die schwersten Fälle landen über kurz oder lang meist bei Prof. Dr. Ingo Fietze, der das renommierte Schlafmedizinische Zentrum der Charité in Berlin leitet und sich seit vielen Jahren mit dem menschlichen Schlafverhalten und dessen Störungen beschäftigt. In seinem aktuellen Buch "Über guten und schlechten Schlaf" erzählt er anhand der Leidensgeschichten von Patienten aus seinem Labor anschaulich, wie es zu Schlafstörungen wie Insomnie, Schlafwandel oder Hypersomnie kommt. Unterhaltsam erklärt er alle wichtigen Fakten und Phänomene zum Thema Schlaf in der Leistungsgesellschaft und nennt wirksame Mittel und Behandlungsmethoden, damit die Nächte wieder erholsamer werden.


Ingo Fietze, geb. 1960, ist Oberarzt für Innere Medizin an der Berliner Charité, wo er auch das Schlaflabor und das Interdisziplinäre Schlafmedizinische Zentrum leitet. Er gehörte viele Jahre zum Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und ist jetzt Vorsitzender der Deutschen Stiftung Schlaf.

Ulrich Kühn, geb. 1967 in Karlsruhe, studierte Germanistik und Philosophie und promovierte in Theaterwissenschaft. Er ist als Moderator für den NDR tätig und leitet bei NDR Kultur die Redaktion „Kulturmagazine“.

Eintritt: 9,- / erm. 6,- Euro

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