Sa. 20.11 – So. 21.11.2021 4,-
Buchlust

Buchlust 2021 – Ausstellung und Lesungen 25 Beste unabhängige Verlage

© Ralf Hansen

Samstag + Sonntag von 10 – 18 Uhr!

Unser Glanzlicht in der dunklen Jahreszeit bietet Groß und Klein nach einem Jahr Pause nun wieder Gelegenheit, wunderbare Bücher zu entdecken. 25 Aussteller*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind dabei. Ob Hörbuch oder Bilderbuch, Roman oder Reisebericht: Freuen Sie sich auf hunderte Neuerscheinungen, Wiederentdeckungen und gefragte Bücher.

Der Eintritt zur Buchlust inklusive Lesungsprogramm gilt für beide Tage. Zählkarten für die Lesungen gibt es vor Ort jeweils ab 10 Uhr. Reservierungen vorab sind nicht möglich.

Bitte beachten Sie: Für den Zugang zur Buchlust benötigen Sie einen Nachweis über eine vollständige Corona-Schutzimpfung oder -Genesung (2G-Regel). Danke für Ihr Verständnis!

Die ausstellenden Verlage:

Avant-Verlag, Dörlemann Verlag, Edition Nautilus, Gerstenberg Verlag, Guggolz Verlag, Kampa Verlag / Atlantis Verlag, zu Klampen Verlag, Kunstanstifter Verlag, Luftschacht Verlag, Mandelbaum Verlag, Merlin Verlag, Peter Hammer Verlag, Reisedepeschen, Schöffling & Co., Secession Verlag, Speak Low, Steidl, Verbrecher Verlag, Verlag Antje Kunstmann, Verlag Das kulturelle Gedächtnis, Verlag Das Wunderhorn, Verlag Klaus Wagenbach, Verlag Voland & Quist, Wallstein Verlag, Wehrhahn Verlag

Das Begleitprogramm:

Samstag, 20.11.21, 12.00 Uhr
Imre Grimm: „Über Leben in Deutschland. Kolumnen aus einem lustigen Land“ (Zu Klampen Verlag)

Warum reißt bei Männern sofort der dünne Firnis der Zivilisation, sobald die Familie aus dem Haus ist? Wie funktioniert die Yogafigur „Der schwankende Kugelfisch“? Und was nützt einem alles Geld der Welt, wenn es einem anderen gehört? Seit zwei Jahrzehnten beobachtet Imre Grimm in seinen Texten den deutschen Alltag– sprühend vor Witz und voller Liebe zur Sprache. Seine Artikel erscheinen in ganz Deutschland, seine wöchentliche Kolumne ist ein von vielen Lesern herbeigesehnter Fundus der Absonderlichkeiten – geistreich und wortgewandt, aber niemals prätentiös.

Samstag, 20.11.21, 14.00 Uhr
Anna Stieblich liest Margaret Atwood: „Drei drollige Dramen“ (Dörlemann Verlag)

Anna Stieblich studierte Schauspiel in Hannover, spielte Theatern in Deutschland und der Schweiz und ist heute vor allem als Film- und Fernsehschauspielerin bekannt, u.a. durch die Vorabendserie „Türkisch für Anfänger“, aber auch aus verschiedenen TV-Krimi-Reihen („Tatort“, „Polizeiruf 110“) und Kinofilmen („Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ u. a.). 2006 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin Serie“ ausgezeichnet.
Eigens für die Buchlust widmet sie sich den Drei drolligen Dramen der vielfach preisgekrönten kanadischen Autorin Margaret Atwood: Abenteuergeschichten voller Alliterationen, die die Lachmuskeln kleiner und großer Zuhörer*innen kitzeln!

Samstag, 20.11.21, 16.30 Uhr
Paul Berf über Stig Dagermans „Deutscher Herbst“ (Guggolz Verlag)
Stig Dagerman (1923–1954) wurde 1946 von der schwedischen Zeitung Expressen beauftragt, Deutschland zu bereisen und von dem zerstörten Land zu berichten. Ein Reisebericht in 13 Stationen entstand im Herbst ’46, der von Ruinen und Hunger geprägt ist, unterdrückter Kontinuität nationalsozialistischen Denkens und dem erhofften Aufbruch durch die alliierte Demokratisierung. Paul Berf, einer der renommiertesten Übersetzer aus den skandinavischen Sprachen überträgt u.a. Karl Ove Knausgård und Henning Mankell ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet. Er hat nicht nur die Reiseberichte  Dagermans übersetzt, sondern auch eine Auswahl aus den Briefen getroffen, die Dagerman – teilweise auf Deutsch – an seine Angehörigen in die Heimat schickte.

Sonntag, 21.11.21, 11.00 Uhr
Dieter Richter: „Con gusto. Die kulinarische Geschichte der Italiensehnsucht“ (Verlag Klaus Wagenbach)

Wer zu Goethes Zeiten nach Italien reiste, suchte Augenlust, nicht Gaumenschmaus. Über Jahrhunderte hinweg galt die italienische Küche den Besuchern aus dem Norden als ungenießbar und gesundheitsschädlich: Maccaroni? Ekles Wurmgewinde! Pizza? Unverdauliches Fladenbrot! Lang hat es gedauert, bis Neugier den fremden Geschmack zum vertrauten werden ließ. Dieter Richter erzählt die Kulturgeschichte einer Begegnung: Wie die italienische Küche in den Norden kam und zur Zauberformel des guten Lebens wurde. Von Goethes Italienreise bis zur Mittelmeerdiät.

Sonntag, 21.11.21, 12.30 Uhr
Arne Rautenberg: „Betrunkene Wälder“ (Verlag Das Wunderhorn)

Wie im Rausch geschriebene Gedichte. Während die domestizierte Natur sich zu wehren beginnt, wird die von ihren spirituellen Wurzeln abgeschnittene Menschheit ihrem stetig näherkommenden Verfall gewahr. Bilder finden sich ein: durch unsere Kulturlandschaft irrende Wölfe, zischende Schwerter in Kursosawa-Filmen, Schneeflocken, die in Blutlachen fallen, der versteigerte Revolver van Goghs. Rautenbergs Gedichte helfen dabei, sich mit einem Blick in den geschwärzten Spiegel Lust aufs Leben zu machen.

Sonntag, 21.11.21, 14.00 Uhr
Anselm Oelze: „Die Grenzen des Glücks. Eine Reise an den Rand Europas“ (Schöffling & Co.)

Im September 2020 brennt Moria nieder, das größte Flüchtlingslager Europas. Wenig später fliegt Anselm Oelze nach Lesbos und erlebt, dass dort der Ausnahmezustand zur Regel geworden ist. Er erlangt Zutritt zum neu errichteten Camp Kara Tepe und spricht mit Menschen, die dort leben müssen. Er verfolgt die Arbeit von Medien und Hilfsorganisationen. Doch er denkt auch über seine Rolle als Beobachter nach. Und so ist sein Bericht nicht nur eindringliche Reportage, sondern vor allem hellsichtige Reflexion über die eigene Verantwortung, die Macht der Grenzen und die Zufälligkeit des Glücks.

Sonntag, 21.11.21, 16.00 Uhr
Nataša Kramberger: „Verfluchte Misteln“ (Verbrecher Verlag)

Die Erzählerin, die als Autorin und Journalistin in Berlin arbeitet, kehrt in ihr slowenisches Heimatdorf zurück. Sie entscheidet sich spontan, den Hof ihrer Mutter zu übernehmen und diesen mit Methoden des ökologischen Landbaus zu retten. Angesichts des scheinbar altmodischen, traditionellen Landlebens beginnt die junge Frau, ihre Annahmen und Vorstellungen zu hinterfragen. Und auch wenn im Dorf zunächst alle über ihre neue Berufswahl lachen, lernt die Erzählerin, mit den Herausforderungen auf ihre eigene Art umzugehen. Nataša Kramberger hinterfragt in ihrem Roman vermeintliche Widersprüche und erforscht kritisch und selbstironisch die Rollenbilder, denen sich die Erzählerin ausgesetzt sieht.

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