Freitag, 15.10.2021 / 19.00 Uhr Eintritt frei – Anmeldung erforderlich!
Hannah Arendt Tage 2021

Friedrich von Borries „Fest der Folgenlosigkeit“

Moderation: Ulrich Kühn

Friedrich von Borries © Thomas Schweigert / SV

Die Managerin Cornelia bittet den Kurator Florian, für die „Stiftung Nachhaltigkeit der Deutschen Industrie“ ein Museum für ökologische Kunst zu entwickeln. Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt? Florians Projekt bringt ihn mit der Künstlerin Lisa zusammen, die Bäume pflanzt, um daraus Holzkohle für ihre Installationen und Zeichnungen herzustellen – und damit in ihren Kunstwerken C02 aus der Atmosphäre zu binden. Er trifft John, der als radikaler Öko-Aktivist gegen die Kohle-Industrie und die Abholzung des Goldbacher Forstes kämpft, den Flüchtling Issa, der Florians Selbstgewissheiten hinterfragt, die frustrierte PR-Frau Suzanna, die für die EU Umweltpolitik macht, aber lieber Bienen züchten will, und den Bergmann Ronald, der Sorge um seinen Arbeitsplatz hat. Selbstüberschätzung trifft auf Lebensangst, Verzweiflung auf Hoffnung, Aktivismus auf Gewalt. Unerwartete Beziehungen entstehen, die im verschwenderischen Fest der Folgenlosigkeit ihren explosiven Höhepunkt finden.

Friedrich von Borries, geb. 1974 in Berlin, ist Architekt. 2008 war er Generalkommissar des Deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale in Venedig. Er lehrt als Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Ulrich Kühn, geb. 1967 in Karlsruhe, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie und promovierte über das Zusammenspiel von gesprochener Sprache und Musik im Theater. Er arbeitete als freier Autor und Rezitator und ist seit 2007 Hörfunk-Redakteur.

FÜR DIESE VER ANSTALTUNG IST EINE ANMELDUNG ERFORDERLICH UND MÖGLICH AB DEM 15. SEPTEMBER UNTER: HAT(at)HANNOVER-STADT.DE

EINE ÜBERTRAGUNG IM LIVESTREAM GIBT ES UNTER
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