Mittwoch, 15.9.2021 / 19.30 Uhr Ausgebucht!

Moritz Rinke „Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García“

Moderation: Gabriela Jaskulla

Moritz Rinke © Peter Sickert

In seinem kleinen Postbüro in Yaiza sortiert Pedro Fernández García seit Erfindung des Internets keine Briefe mehr, sondern nur noch Werbesendungen. So hat er unendlich viel Zeit, um am Hafen Café con leche zu trinken, seinem Sohn Miguel alles über historische Vulkanausbrüche zu erzählen und den Geheimnissen seiner Familie auf den Grund zu gehen. Was hat sein Großvater in den 30er-Jahren in Spanisch-Marokko gemacht? Wer war der mysteriöse Deutsche, bei dem er angestellt war? Als sich Pedros große Liebe Carlota von ihm trennt und mit Miguel nach Barcelona zieht, wird es plötzlich still in seinem Leben. Auch sein Freund Tenaro, ein arbeitsloser Fischer ohne Boot, der angeblich mit Hemingway verwandt ist, kann ihn nicht aufheitern. Und dann sitzt da auf einmal ein Mann in seiner Küche, Amado, ein Flüchtling, der auf Lanzarote die Freiheit gesucht und ein Gefängnis vorgefunden hat. Pedro, Tenaro und Amado beschließen, Miguel zurückzuholen. Sie schmieden einen wahnwitzigen Plan – und merken, wie viel es zu gewinnen gibt, wenn alles verloren scheint.

Moritz Rinke, geb. 1967 in Worpswede, ist einer der führenden Dramatiker seiner Generation. Seine Theaterstücke, u.a. Republik Vineta, Wir lieben und wissen nichts oder Westend, werden national und international gespielt und erreichen ein Millionenpublikum. Sein Debütroman Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel (2010) wurde zum Bestseller. 2014 erschienen seine Kolumnen Erinnerungen an die Gegenwart. Moritz Rinke lebt in Spanien und Berlin.

Gabriela Jaskulla, Journalistin und Schriftstellerin, lebt bei Berlin, promovierte über die Künstlerin Clara Arnheim, war Hörfunk-Redakteurin, leitete bei Hoffmann & Campe die Hörbuchabteilung und ist derzeit Wissenschaftliche Leiterin der Fachhochschule für den Mittelstand in Hannover.