Donnerstag, 21.11.2019 / 19.30 Uhr 12,–/6,–

Boualem Sansal „Der Zug nach Erlingen oder Die Verwandlung Gottes“

Moderation: Alexander Solloch / Lesung des dt. Textes: Sonja Beißwenger

Boualem Sansal © Roger von Heereman / Merlin Verlag

Religiöser Extremismus, globaler Kapitalismus und Umweltzerstörung auf der einen, bürgerlicher Phlegmatismus, Feigheit und Unvernunft der politischen Eliten auf der anderen Seite – Boualem Sansal benennt die virulenten Themen der Zeit. Zugleich ist sein neuer Roman aber ein kraftvolles Plädoyer, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen!

In diesem letzten Teil einer Trilogie, die sich mit dem Thema Islamismus auseinandersetzt, beschreibt Boualem Sansal die Revolte zweier Frauen: Ute von Ebert, Nachfahrin einer Industriellenfamilie und Erbin eines weltumspannenden Industriekonzerns in Erlingen und Elisabeth Potier, Privatlehrerin in Bremen, die den verwöhnten Sprössling einer alten hanseatischen Industriellenfamilie unterrichtet. Ute und Elisabeth – beide beobachten das Fortschreiten eines sektiererischen Glaubens und die Verwandlung der erschlafften demokratischen Gesellschaft und wehren sich dagegen.?

Boualem Sansal, geb. 1948, war bis zu seiner Entlassung im Frühjahr 2003 Direktor des algerischen Industrieministeriums. In Frankreich wurde er für seine Romane vielfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller. Im Herbst 2011 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Er lebt in der Nähe von Algier.

Alexander Solloch, geb. in Wesel am Niederrhein, arbeitete nach seinem Studium der Geschichte, Französistik und Journalistik in Leipzig und Aix-en-Provence als Journalist für verschiedene Zeitungen und Hörfunksender. Seit 2003 ist er als freier Moderator und Autor für NDR Kultur tätig, seit 2014 ist er dort fester Literaturredakteur.

Sonja Beißwenger, geb. 1980 in Heilbronn, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Bis 2009 war sie Esemblemitglied am Schauspiel Hannover, anschließend am Staatstheater Dresden und wirkte seitdem in verschiedenen Theater- und Filmproduktionen mit. 2013 erhielt sie den Erich-Ponto-Preis.

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