Mo. 10.5 – Mi. 21.7.2021

Podcast zum Forschungskolloquium der Leibniz Universität mit Max Czollek u. v. a. Position und Stimme des Opfers: Eine Figur zwischen Selbstbehauptung, Instrumentalisierung und Verstummen

Leitung: Saskia Fischer & Matthias Lorenz

Max Czollek © Konstantin Boerner

Die Frage, wer ein Opfer ist und was diese Zuschreibung impliziert, bestimmt viele kulturelle und gesellschaftliche Debatten. Es zeigt sich, dass Kontroversen über Position und Stimme von Opfern die Art und Weise der Erinnerung immer auch deuten und zur Disposition stellen; die Beschäftigung mit Formen struktureller und kollektiver Gewalt genauso.

Die Vortragsreihe widmet sich der komplexen und umkämpften Bedeutung des Opfers in der Literatur und Kunst und damit ihrer Interpretation als Figur zwischen Selbstbehauptung, Instrumentalisierung und Verstummen. Die literaturwissenschaftliche Perspektive ergänzt der Autor und Aktivist Max Czollek mit einer Lesung.

Saskia Fischer studierte Philosophie, Komparatistik, Kunstgeschichte, Literatur- und Geschichtswissenschaft. 2016 Promotion an der Universität Bielefeld, seit 2020 wissenschaftliche Assistenz im Bereich Neuere Deutsche Literatur und Komparatistik an der Leibniz Universität Hannover. Habilitationsprojekt zum Thema Figurationen des Antisemiten in der Literatur.

Matthias Lorenz studierte Kulturwissenschaften in Leipzig und Lüneburg. Promotion an der Universität Lüneburg 2004, Habilitation 2016 in Bern, Gastprofessuren in Perth und Stellenbosch. Seit 2020 Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Leibniz Universität Hannover. Forschungsschwerpunkte u. a. Erinnerungskultur und Literatur als Medium kollektiver Gedächtnisbildung.

Den Podcast mit allen Vorträgen finden Sie demnächst in unserer Mediathek.

Kooperation: Deutsches Seminar der Leibniz Universität Hannover. Gefördert vom Deutschen Literaturfonds e.V.