Montag, 1.6.2026 / 19.00 Uhr 12,–/6,– zzgl. VVK*
Poetikdozentur NEUE DEUTSCHE LITERATUR

Tijan SilaWerkgespräch

Moderation: Laura Beck

© Ralf Hansen

Gibt es für Menschen, die Krieg erlebt haben, überhaupt ein „Ankommen im Frieden“ oder ist das Leben danach zwangsläufig von Leid geprägt?

Damit beschäftigt sich Tijan Sila bereits seit seinem Debüt Tierchen unlimited und auch in seinem Text Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde, für den er den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt. In Radio Sarajevo schildert er am Beispiel des zehnjährigen Tijan und seiner Freunde, die zerbrechliche, vom Krieg gezeichnete ‚vergessene‘ Generation bosnischer Kinder, der er ein literarisches Denkmal setzen will.

Im Gespräch mit Laura Beck gibt der Autor einen Einblick in Herkunft, Sprache und Antrieb seines literarischen Schreibens.

Tijan Sila geboren 1981 in Sarajevo, kam 1994 als Geflüchteter nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg.

Laura Beck ist seit 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Neuere Deutsche Literatur und Komparatistik an der Universität Hannover.

*STUDIERENDE HABEN FREIEN EINTRITT

EIN GEMEINSAMES PROJEKT VOM LITERATURHAUS HANNOVER UND DEM DEUTSCHEN SEMINAR DER LEIBNIZ-UNIVERSITÄT HANNOVER.